Dermatologie

Rosacea

Medizinisch geprüft von Dr. Matthias Bonczkowitz · Zuletzt aktualisiert: August 2026

Was ist Rosacea?

Die Rosacea (Rosazea) ist eine chronisch-entzündliche und nicht ansteckende Erkrankung der Haut. Sie betrifft vor allem das Gesicht und verläuft häufig in Schüben. Typisch sind wiederkehrende oder anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen sowie – je nach Ausprägung – entzündliche Knötchen und Pusteln. Auch Brennen, Stechen, Juckreiz, Trockenheit und eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut können auftreten.

Die Erkrankung beginnt meist im Erwachsenenalter. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit hellem Hauttyp. Da die Veränderungen überwiegend im Gesicht auftreten und damit für andere sichtbar sind, kann Rosacea für die Betroffenen auch psychisch sehr belastend sein.

Zu Beginn kommt es häufig zu vorübergehenden Gesichtsrötungen (Flush). Wangen, Nase, Stirn und Kinn sind besonders häufig betroffen. Im weiteren Verlauf kann die Rötung dauerhaft bestehen bleiben. Zusätzlich können sich feine, dauerhaft erweiterte Blutgefäße, sogenannte Teleangiektasien, entwickeln.

Bei einem Teil der Betroffenen treten entzündliche Knötchen und Pusteln auf. Diese können äußerlich an Akne erinnern. Rosacea und Akne sind jedoch unterschiedliche Hauterkrankungen. Anders als bei Akne treten bei Rosacea typischerweise keine Mitesser auf.

Eine seltene, vor allem bei Männern vorkommende Erscheinungsform ist die zunehmende Verdickung und Vergröberung der Haut. Sind insbesondere die Nase und das umliegende Gewebe betroffen, spricht man von einem Rhinophym.

Auch die Augen können von Rosacea betroffen sein. Bei der sogenannten okulären Rosacea können unter anderem trockene, gerötete oder brennende Augen, tränende Augen, Lichtempfindlichkeit oder entzündete Lidränder auftreten. Bei Augenbeschwerden sollte deshalb zusätzlich eine augenärztliche Abklärung erfolgen.

Welche Ursachen hat die Rosacea?

Die genauen Ursachen der Rosacea sind noch nicht vollständig geklärt. Nach heutigem Kenntnisstand entsteht die Erkrankung wahrscheinlich durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Eine Rolle spielen unter anderem:
  • eine familiäre beziehungsweise genetische Veranlagung
  • Fehlregulationen des Immunsystems und entzündliche Prozesse
  • Veränderungen der Gefäßregulation und eine erhöhte Gefäßreaktivität
  • eine gestörte Schutzfunktion der Haut
  • Veränderungen des Hautmikrobioms
  • bei einem Teil der Betroffenen eine erhöhte Dichte von Demodex-Milben
Ein heller Hauttyp gilt als Risikofaktor, ist aber nicht die eigentliche Ursache der Erkrankung.

Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen Ursachen und Auslösern (Triggern). Sonne, Hitze, Stress, Alkohol oder scharfes Essen verursachen die Rosacea nicht. Sie können bei bereits bestehender Rosacea jedoch die Rötung verstärken oder einen Schub auslösen. Welche Trigger relevant sind, ist individuell unterschiedlich.

Welche Formen der Rosacea gibt es und wie werden sie behandelt?

Rosacea kann sehr unterschiedlich aussehen. Die früher häufig verwendete Einteilung in drei streng aufeinanderfolgende Schweregrade – Rosacea erythematosa-teleangiectatica, Rosacea papulopustulosa und glandulär-hyperplastische Rosacea – bildet das tatsächliche Krankheitsbild nur eingeschränkt ab.

Heute wird stärker nach den individuellen Erscheinungsformen unterschieden. Rötungen, sichtbare Gefäße, entzündliche Knötchen und Pusteln oder eine Hautverdickung können einzeln oder gemeinsam auftreten. Die Erkrankung kann sich außerdem im Laufe der Zeit verändern.

Rosacea ist eine chronische Erkrankung und derzeit nicht dauerhaft heilbar. Die verschiedenen Beschwerden lassen sich jedoch in vielen Fällen sehr gut behandeln und kontrollieren. Die Therapie richtet sich danach, welche Veränderungen bei der jeweiligen Patientin oder dem jeweiligen Patienten im Vordergrund stehen.

Gesichtsrötungen und sichtbare Äderchen

Rosacea erythematosa-teleangiectatica (Schweregrad I)

Anhaltende Rötungen und sichtbare kleine Blutgefäße gehören zu den häufigsten Erscheinungsformen der Rosacea.

Bei störenden Teleangiektasien und ausgeprägten Gefäßzeichnungen kann eine Laserbehandlung eine geeignete Therapieoption sein. In unserer Praxis bieten wir hierfür die Behandlung mit dem modernen, computergesteuerten excel® V an.

Der Gefäßlaser kann gezielt auf die erweiterten Blutgefäße einwirken und dadurch sichtbare Rötungen und Gefäßveränderungen reduzieren. Der excel® V verfügt über zwei Wellenlängen und wurde unter anderem für die Behandlung von Rosacea, diffuser Gesichtsrötung und Teleangiektasien entwickelt.

Entzündliche Knötchen und Pusteln

Rosacea papulopustulosa (Schweregrad II)

Bei einer entzündlich geprägten Rosacea können Papeln und Pusteln auftreten. Obwohl diese Hautveränderungen an Akne erinnern können, handelt es sich nicht um Akne. Typische Mitesser fehlen bei Rosacea.

Zur Behandlung stehen verschiedene äußerlich anzuwendende Medikamente zur Verfügung. Je nach Ausprägung können beispielsweise Wirkstoffe wie Metronidazol, Azelainsäure oder Ivermectin eingesetzt werden. Bei stärker ausgeprägten entzündlichen Formen kann zusätzlich eine systemische Behandlung mit niedrig dosiertem Doxycyclin sinnvoll sein.

Welche Behandlung geeignet ist, wird nach einer dermatologischen Untersuchung individuell festgelegt. Die Therapie muss in der Regel über einen längeren Zeitraum konsequent durchgeführt werden. Nach erfolgreicher Behandlung kann eine Erhaltungstherapie notwendig sein, um erneuten Beschwerden vorzubeugen.

Hautverdickung und Rhinophym

Glandulär-hyperplastische Rosacea (Schweregrad III)

Eine seltene Erscheinungsform der Rosacea ist die zunehmende Verdickung und Vergröberung der Haut. Diese Veränderungen werden als Phyme bezeichnet. Besonders häufig ist die Nase betroffen; dann spricht man von einem Rhinophym.

Ein Rhinophym entsteht nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Säufernase“ ist daher medizinisch irreführend.

Bei ausgeprägten Hautveränderungen kann überschüssiges Gewebe abgetragen werden. Je nach Befund kommen hierfür beispielsweise eine Dermabrasion oder eine Laserbehandlung infrage.

Rosacea-Prophylaxe – welchen Einfluss haben Hautpflege und Lebensstil?

Rosacea verläuft häufig schubweise. Neben einer individuell abgestimmten medizinischen Behandlung sind deshalb eine möglichst reizfreie Hautpflege und das Erkennen persönlicher Auslöser wichtige Bestandteile des Umgangs mit der Erkrankung.

Ziel ist es, die Hautbarriere zu unterstützen, unnötige Reizungen zu vermeiden und bekannte persönliche Trigger möglichst zu reduzieren.

Hautpflege – angepasste Pflegeprodukte verwenden

Rosacea-Haut ist häufig empfindlich und reagiert besonders leicht auf äußere Reize. Die Hautpflege sollte deshalb möglichst mild und reizarm sein.

Für die Reinigung empfiehlt sich:

  • lauwarmes statt sehr heißes Wasser
  • milde, seifenfreie Reinigungsprodukte
  • möglichst wenig reizende Inhaltsstoffe
  • kein starkes Reiben oder Rubbeln
  • sanftes Abtrocknen durch vorsichtiges Tupfen

Eine geeignete Feuchtigkeitspflege kann dazu beitragen, die Hautbarriere zu unterstützen. Auch ein konsequenter Sonnenschutz ist wichtig, da UV-Strahlung bei vielen Betroffenen die Beschwerden verstärken kann.

Bei der Auswahl von Pflegeprodukten sollte berücksichtigt werden, dass nicht jede Rosacea-Haut gleich reagiert. Eine individuelle Beratung durch den Hautarzt oder die medizinische Kosmetik kann deshalb sinnvoll sein.

Make-up ist grundsätzlich möglich. Empfehlenswert sind gut verträgliche, möglichst reizarm formulierte Produkte. Wichtig ist, die Haut beim Abschminken nicht unnötig mechanisch zu reizen.

Lebensstil – Auslöser vermeiden

Verschiedene äußere und innere Faktoren können bei Menschen mit Rosacea einen Schub auslösen oder bestehende Rötungen verstärken. Welche Auslöser relevant sind, unterscheidet sich jedoch von Person zu Person.

Zu den häufig beschriebenen Triggern gehören:

  • intensive UV-Strahlung
  • starke Hitze oder große Temperaturschwankungen
  • Kälte
  • heiße Getränke
  • scharf gewürzte Speisen
  • Nikotin und Alkohol
  • körperliche Anstrengung
  • emotionaler Stress

Nicht jeder dieser Faktoren muss bei jedem Betroffenen Beschwerden auslösen. Ein Rosacea-Tagebuch kann helfen, persönliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Situationen und Hautreaktionen zu erkennen.

Ernährung bei Rosacea

Eine allgemein gültige Rosacea-Diät gibt es nicht. Bestimmte Lebensmittel und Getränke können bei einzelnen Betroffenen jedoch Beschwerden verstärken. Häufig werden insbesondere Alkohol, sehr scharf gewürzte Speisen und sehr heiße Getränke als Trigger beschrieben.

Statt grundsätzlich zahlreiche Lebensmittel wegzulassen, ist es sinnvoll, die individuelle Verträglichkeit zu beobachten. Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen, mögliche Zusammenhänge zu erkennen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung bleibt grundsätzlich empfehlenswert.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine gründliche Hautuntersuchung und das Erfassen der Symptome. Es gibt keine spezifischen Tests für Rosacea, daher ist eine genaue Anamnese und Beobachtung der Hautsymptome wichtig, um die Diagnose zu stellen.

Rosacea ist eine chronische Erkrankung, die derzeit nicht vollständig geheilt werden kann. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern. Mit einer angemessenen Therapie und einem bewussten Umgang mit Auslösern können jedoch gute Ergebnisse erzielt werden.

Wenn Sie Symptome wie anhaltende Rötungen, Hautausschläge oder sichtbare Blutgefäße im Gesicht bemerken, sollten Sie einen Dermatologen konsultieren. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, die Symptome besser zu kontrollieren und mögliche Verschlechterungen zu verhindern.

Rosacea ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch unangenehm sein und das kosmetische Erscheinungsbild beeinträchtigen. In schweren Fällen kann sie auch die Augen betreffen, was als okuläre Rosacea bekannt ist. Symptome wie Rötung, Juckreiz, trockene Augen und Lichtempfindlichkeit können auftreten. In seltenen Fällen kann okuläre Rosacea zu Schädigungen der Horn- und Bindehaut führen, was die Sehkraft beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, solche Komplikationen zu vermeiden.

 

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Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

60 -140 min

Behandlungssitzungen:

3-5

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

xxx

Behandlungsdauer:

xxx

Behandlungssitzungen:

xxxx

Gesellschaftsfähig:

xxx

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

20-90 min

Behandlungssitzungen:

4-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

10-30 min

Behandlungssitzungen:

2-5

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

30 min

Behandlungssitzungen:

1-3

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine

Behandlungsdauer:

30-45 min

Behandlungssitzungen:

1-3

Gesellschaftsfähig:

nach 1-2 Tagen

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungsdauer:

individuell je nach Areal und Konzept

Behandlungssitzungen:

meist als Serie geplant

Gesellschaftsfähig:

meist wenige Tage

Betäubung:

Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

10-45 min

Behandlungssitzungen:

2-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

15-45 min

Behandlungssitzungen:

4-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

15-20 min

Behandlungssitzungen:

1-2

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

30-60 min

Behandlungssitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

15-20 min

Behandlungssitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

xxx

Behandlungsdauer:

xxx

Behandlungssitzungen:

xxx

Gesellschaftsfähig:

xxx

Betäubung:

lokal

Behandlungsdauer:

20-180 min

Behandlungssitzungen:

1-4

Gesellschaftsfähig:

nach 4 Tagen

Betäubung:

keine

Behandlungsdauer:

30-45 min

Behandlungssitzungen:

3-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine

Behandlungsdauer:

35-60 min (pro Zone)

Behandlungssitzungen:

1-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

lokal, ggf. Dämmerschlaf

Behandlungsdauer:

60-120 min

Behandlungssitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

nach 5 Tagen

Betäubung:

keine – integrierte AviCool™-Hautkühlung

Behandlungsdauer:

ca. 30 Min.

Behandlungssitzungen:

3 Sitzungen im Abstand von 4 Wochen

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Hautkühlung, bei Bedarf Betäubungscreme oder örtliche Betäubung

Behandlungsdauer:

ca. 20–45 Min. je nach Größe

Behandlungssitzungen:

meist 6–10 Sitzungen, Abstand 6–8 Wochen

Gesellschaftsfähig:

sofort – leichte Rötung klingt schnell ab

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungsdauer:

ca. 10–20 Min. im Gesicht

Behandlungssitzungen:

meist 3–5 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

sofort; Abheilung ca. 5–7 Tage

Betäubung:

keine

Behandlungsdauer:

20 min

Behandlungssitzungen:

4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

60 -140 min

Behandlungssitzungen:

2-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

lokal

Behandlungsdauer:

40-60 min

Behandlungssitzungen:

1-2

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungsdauer:

ca. 20–35 Min. im Gesicht

Behandlungssitzungen:

meist 2–4 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

meist 2–5 Tage

Betäubung:

keine erforderlich – schmerzfreie Behandlung

Behandlungsdauer:

ca. 30–60 Min.

Behandlungssitzungen:

Einzelbehandlung oder Kur mit 4–6 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

sofort