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Venen und Gefäße

Phlebologie

Medizinisch geprüft von Dr. Matthias Bonczkowitz · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Behandlung: Gefäß Pigment Narbenbehandlung

Was ist Phlebologie?

Der Begriff Phlebologie kommt vom altgriechischen Wort „phleps“ für Blutader. Die Phlebologie ist das Teilgebiet der Gefäßmedizin, das sich mit Erkrankungen der Venen befasst, vor allem der Beinvenen.

Der zweite große Bereich der Gefäßmedizin betrifft die Arterien, insbesondere die Beinschlagadern, die Bauchschlagader und die Halsschlagadern. Auch diese Gefäße untersuchen wir in der Hautmedizin Kelkheim.

Wie arbeiten unsere Venen?

Venen transportieren sauerstoffarmes Blut aus den Organen, Armen und Beinen zurück zum Herzen. In den Beinen muss das Blut dabei gegen die Schwerkraft nach oben fließen. Zwei Mechanismen helfen: Die Wadenmuskulatur drückt bei jeder Bewegung auf die Venen und wirkt so als Muskelpumpe. Die Venenklappen arbeiten wie Rückschlagventile und verhindern, dass das Blut zurückfließt.

Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, staut sich das Blut in den Beinen und der Druck in den Venen steigt. Über längere Zeit kann daraus eine chronische Venenschwäche entstehen, in der Fachsprache chronische venöse Insuffizienz. Typische Folgen sind Schwellungen und Hautveränderungen, im fortgeschrittenen Stadium auch ein venöses Geschwür (offenes Bein).

Davon zu unterscheiden ist die Venenthrombose: Dabei verschließt ein Blutgerinnsel eine Vene. Ausgeprägte Krampfadern können das Risiko für eine Thrombose erhöhen, führen aber nicht zwangsläufig dazu.

Beschwerden: Wann Sie Ihre Venen untersuchen lassen sollten

Wir klären unter anderem folgende Beschwerden ab und behandeln sie:
  • müde, schwere Beine, die im Laufe des Tages zunehmen
  • Schmerzen in den Beinen
  • sichtbare, verdickte und geschlängelte Venen (Krampfadern)
  • Schwellungen an Füßen, Knöcheln und Waden
  • Hautverfärbungen und Hautverhärtungen an den Beinen
  • venöse Geschwüre
  • Juckreiz und Hautrötungen
  • Besenreiser
Viele dieser Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Nächtliche Wadenkrämpfe zum Beispiel sind häufig und nicht immer durch die Venen bedingt. Deshalb klären wir sie sorgfältig ab.

Besenreiser: harmlos oder Hinweis auf Krampfadern?

Besenreiser sind feine, oberflächliche Venen in der Haut. Meist sind sie harmlos und vor allem kosmetisch störend. Sie können aber zusammen mit tiefer liegenden Krampfadern auftreten, die von außen nicht sichtbar sind. Damit solche Krampfadern nicht übersehen werden, untersuchen wir die Venen vor einer Besenreiserbehandlung mit Ultraschall.

Warnzeichen einer Thrombose

Eine plötzlich auftretende, meist einseitige Schwellung des Beins mit Schmerzen, Spannungsgefühl oder Überwärmung kann auf eine Thrombose hinweisen. Lassen Sie dies bitte zeitnah ärztlich abklären. Bei plötzlicher Atemnot oder Brustschmerzen rufen Sie sofort den Notruf 112, denn diese Beschwerden können auf eine Lungenembolie hindeuten.

Arterien: Durchblutungsstörungen erkennen

Neben den Venen untersuchen wir auch die Arterien mit Ultraschall:
  • Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK): Verengte Beinarterien führen beim Gehen zu krampfartigen Schmerzen in Wade, Oberschenkel oder Gesäß. Nach einer kurzen Pause lassen die Schmerzen nach. Betroffene müssen deshalb nach einer begrenzten Gehstrecke immer wieder stehen bleiben.
  • Verengung der Halsschlagader: Ablagerungen in der Halsschlagader erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall. Eine solche Verengung verursacht oft lange keine Beschwerden.

Erweiterung der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma)

Eine Erweiterung der Bauchschlagader bleibt meist lange unbemerkt. Ab einer bestimmten Größe steigt das Risiko, dass die Gefäßwand reißt. Ein solcher Riss ist lebensbedrohlich. Selten können sich aus der Erweiterung auch Gerinnsel lösen und die Durchblutung der Beine stören.

Mit einer Ultraschalluntersuchung erkennen wir, ob die Bauchschlagader erweitert ist und wie groß die Erweiterung ist.

Untersuchung: So klären wir Ihre Beschwerden ab

Ausführliches ärztliches Gespräch

Am Anfang steht ein ausführliches, gezieltes Gespräch. Wir fragen nach Ihren Beschwerden, nach Venenerkrankungen in der Familie, nach beruflichen Belastungen wie langem Stehen oder Sitzen und nach Vorerkrankungen.

Klinische Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung achten wir auf sichtbare Krampfadern, Hautveränderungen, Schwellungen und Geschwüre an den Beinen. Außerdem tasten wir die Pulse, denn sie geben Hinweise auf die Durchblutung.

Farbcodierte Duplexsonographie

Die farbcodierte Duplexsonographie ist eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung ohne Strahlenbelastung. Sie macht den Blutfluss farbig sichtbar und zeigt den Aufbau der Gefäße. So beurteilen wir:
  • ob die Venenklappen richtig schließen
  • ob Gefäße erweitert, verengt oder anderweitig verändert sind
  • ob eine Thrombose vorliegt
  • ob Schwellungen der Beine eine venöse Ursache haben

Behandlung von Krampfadern und Besenreisern

Welche Behandlung für Sie sinnvoll ist, hängt vom Untersuchungsbefund und von Ihren Beschwerden ab. Wir besprechen die Möglichkeiten ausführlich mit Ihnen.

Kompressionstherapie

Medizinische Kompressionsstrümpfe üben einen gezielten Druck auf das Bein aus. Sie unterstützen den Rückfluss des Blutes in den Venen und können Schwellungen sowie Beschwerden wie schwere oder müde Beine verringern. Die Ursache, etwa eine undichte Venenklappe, beseitigen sie nicht. Nach Eingriffen an den Venen sind sie ein wichtiger Teil der Nachsorge.

Sklerosierung (Verödung)

Bei der Sklerosierung spritzen wir ein Verödungsmittel in die erkrankte Vene. Es reizt die Venenwand, sodass die Vene verklebt und vom Körper nach und nach abgebaut wird. Wir setzen die Verödung vor allem ein bei:
  • kleinen Venen, zum Beispiel Besenreisern
  • sogenannten Brückenvenen, die für eine Kathetertherapie nicht geeignet sind
  • neu entstandenen Krampfadern nach einer länger zurückliegenden Venenoperation

Endovenöse Kathetertherapie mit Laser oder Radiofrequenz

Bei der endovenösen Kathetertherapie wird die erkrankte Vene von innen verschlossen. Wir bieten dafür zwei Verfahren an: die endovenöse Lasertherapie und die endovenöse Radiofrequenztherapie (Radiowellentherapie).

Bei beiden Verfahren führen wir unter Ultraschallkontrolle eine dünne Sonde in die Vene ein. Mit Wärme wird die Venenwand verschlossen. Das Blut fließt danach über gesunde Venen ab.

Der Eingriff erfolgt ambulant. Die Beschwerden danach sind meist gering, und viele Patientinnen und Patienten kehren nach kurzer Zeit in Alltag und Beruf zurück. Wie bei jedem Eingriff können Nebenwirkungen auftreten. Darüber klären wir Sie vorher ausführlich auf.

Seitenastexhairese (Miniphlebektomie)

Bei der Seitenastexhairese, auch Miniphlebektomie genannt, entfernen wir krankhaft erweiterte Seitenäste der Venen über sehr kleine Hautschnitte mit einem feinen Häkchen. Die kleinen Narben sind im Verlauf meist kaum noch sichtbar. Ganz narbenfrei ist der Eingriff jedoch nicht.

Krossektomie und Stripping

Dies ist das klassische operative Verfahren. Bei der Krossektomie wird die große Stammvene über einen Schnitt in der Leistenbeuge an ihrer Mündung in die tiefe Beinvene unterbunden. Beim anschließenden Stripping wird der erkrankte Abschnitt der Stammvene herausgezogen.

Die Methode ist seit Jahrzehnten bewährt. In unserer Praxis setzen wir sie vor allem bei sehr ausgeprägten Befunden ein. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, hängt immer von Ihrem individuellen Befund ab. Auch dieser Eingriff erfolgt bei uns ambulant. Da er umfangreicher ist, dauert die Heilung etwas länger.
Frau mit gepflegter Haut – Kontakt zur Hautmedizin Kelkheim

Kontakt

Wir haben immer ein offenes Ohr für Sie!

Unser erfahrenes Team aus Spezialisten nimmt sich gerne Zeit für Sie und berät Sie umfassend und individuell bei allen Fragen rund um Ihre Haut.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Leichte Arbeiten sind meist nach 3 bis 5 Tagen wieder möglich, leichter Sport nach etwa einer Woche. Wie schnell Sie wieder voll belastbar sind, hängt vom Eingriff, vom Heilungsverlauf und von Ihrer körperlichen Tätigkeit ab. Wir besprechen das individuell mit Ihnen.

Nach der Behandlung empfehlen wir in unserer Praxis meist, die Kompressionsstrümpfe etwa eine Woche zu tragen. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Eingriff und Ihrem individuellen Befund.

Längere Reisen, Flugreisen und lange Autofahrten empfehlen wir frühestens 4 Wochen nach dem Eingriff. Langes Sitzen erhöht das Risiko für eine Thrombose. Wenn Sie eine Reise planen, sprechen Sie uns bitte schon vor der Behandlung darauf an.

Ja. Wir untersuchen auch die Beinschlagadern, die Halsschlagadern und die Bauchschlagader, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Schaufensterkrankheit, eine Verengung der Halsschlagader oder eine Erweiterung der Bauchschlagader.

Hinter Besenreisern können sich tiefer liegende Krampfadern verbergen, die von außen nicht sichtbar sind. Mit dem Ultraschall stellen wir fest, ob solche Veränderungen vorliegen. Ist das der Fall, kann es sinnvoll sein, zuerst die Krampfadern zu behandeln. Die Reihenfolge der Behandlung richtet sich nach Ihrem Befund.

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Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

60 -140 min

Behandlungs­sitzungen:

3-5

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungsdauer:

60–140 min

Behandlungssitzungen:

3–5

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

20-90 min

Behandlungs­sitzungen:

4-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

20-90 min

Behandlungs­sitzungen:

4-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

30 min

Behandlungs­sitzungen:

1-3

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine

Behandlungs­dauer:

30-45 min

Behandlungs­sitzungen:

1-3

Gesellschaftsfähig:

nach 1-2 Tagen

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungsdauer:

individuell je nach Areal und Konzept

Behandlungssitzungen:

meist als Serie geplant

Gesellschaftsfähig:

meist wenige Tage

Betäubung:

Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

10-45 min

Behandlungs­sitzungen:

2-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

15-45 min

Behandlungs­sitzungen:

4-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

15-20 min

Behandlungs­sitzungen:

1-2

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

30-60 min

Behandlungs­sitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

15-20 min

Behandlungs­sitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

nach individueller Beratung

Behandlungs­dauer:

nach individueller Beratung

Behandlungs­sitzungen:

nach individueller Beratung

Gesellschaftsfähig:

nach individueller Beratung

Betäubung:

lokal

Behandlungs­dauer:

20-180 min

Behandlungs­sitzungen:

1-4

Gesellschaftsfähig:

nach 4 Tagen

Betäubung:

keine

Behandlungs­dauer:

30-45 min

Behandlungs­sitzungen:

3-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine

Behandlungs­dauer:

35-60 min (pro Zone)

Behandlungs­sitzungen:

1-8

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

lokal, ggf. Dämmerschlaf

Behandlungs­dauer:

60-120 min

Behandlungs­sitzungen:

1

Gesellschaftsfähig:

meist nach 1–2 Wochen

Betäubung:

keine – integrierte AviCool™-Hautkühlung

Behandlungs­dauer:

ca. 30 Min.

Behandlungs­sitzungen:

3 Sitzungen im Abstand von 4 Wochen

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Hautkühlung, bei Bedarf Betäubungscreme oder örtliche Betäubung

Behandlungs­dauer:

ca. 20–45 Min. je nach Größe

Behandlungs­sitzungen:

meist 6–10 Sitzungen, Abstand 6–8 Wochen

Gesellschaftsfähig:

sofort – leichte Rötung klingt schnell ab

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungs­dauer:

ca. 10–20 Min. im Gesicht

Behandlungs­sitzungen:

meist 3–5 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

sofort; Abheilung ca. 5–7 Tage

Betäubung:

keine

Behandlungs­dauer:

20 min

Behandlungs­sitzungen:

4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

keine, ggf. Betäubungscreme

Behandlungs­dauer:

60 -140 min

Behandlungs­sitzungen:

2-4

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

lokal

Behandlungs­dauer:

40-60 min

Behandlungs­sitzungen:

1-2

Gesellschaftsfähig:

sofort

Betäubung:

Betäubungscreme bei Bedarf

Behandlungs­dauer:

ca. 20–35 Min. im Gesicht

Behandlungs­sitzungen:

meist 2–4 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

meist 2–5 Tage

Betäubung:

keine erforderlich – schmerzfreie Behandlung

Behandlungs­dauer:

ca. 30–60 Min.

Behandlungs­sitzungen:

Einzelbehandlung oder Kur mit 4–6 Sitzungen

Gesellschaftsfähig:

sofort